Die Englisch-Fehler, die Hebräisch-Sprechende in Meetings immer wieder machen
Hebräisch-Sprechende erreichen meist schnell ein fließendes Englisch und bleiben dann bei einer Handvoll Mustern hängen, die nie ganz verschwinden. Keines davon stört das Verständnis. Alle fallen einem Kunden auf, und ein paar lassen dich schroffer wirken, als du willst.
„Depends from“ statt „depends on“
It depends from the API.
It depends on the API.
Hebräisch verwendet hier eine Präposition, die sich direkt zu „from“ übersetzt. Das ist eines der am leichtesten erkennbaren Signale und taucht in fast jedem technischen Gespräch auf.
„Since two months“ statt Present Perfect
Since two months we are working on it.
We’ve been working on it for two months.
Hebräisch kennt kein Present Perfect, also kommt eine Dauer als Präsens mit „since“ heraus. Das liest sich wie ein Status-Update von jemandem, der den Zeitplan nicht ganz im Griff hat.
Artikel bei abstrakten und unzählbaren Nomen
We need to check the performance on a production.
We need to check performance in production.
Hebräisch markiert Bestimmtheit anders, deshalb landen Artikel an der falschen Stelle — meist einer zu viel.
„It’s not talking about“ statt „we’re not talking about“
It’s not talking about a big change.
We’re not talking about a big change.
Die direkte Übertragung einer unpersönlichen hebräischen Konstruktion. Englisch braucht dort eine Person als Subjekt.
Direktheit, die abrupt wirkt
No, this is wrong.
I don’t think that’s right — here’s what I’m seeing.
Die israelische Geschäftskultur behandelt Direktheit als Respekt vor der Zeit des Gegenübers. Kunden in den USA und Großbritannien hören im selben Satz oft Ablehnung. Die Lösung ist kein Abschwächen, sondern ein einziger einleitender Nebensatz.
Häufige Fragen
- Wieso fällt „depends from“ so schwer ab, obwohl ich die Regel kenne?
- Weil das Gehirn unter Zeitdruck zur wörtlichen Übersetzung zurückgreift, und Hebräisch nutzt an dieser Stelle tatsächlich „von“. Der Fehler sitzt nicht im Wissen, sondern im Reflex — deshalb hilft es wenig, ihn auswendig zu kennen, und er taucht ausgerechnet in schnellen technischen Antworten wieder auf.
- Macht direkte Kommunikation mich bei US-Kunden automatisch unsympathisch?
- Nein — Direktheit selbst ist kein Problem, sie ist sogar ein Vorteil, weil sie Zeit spart. Das Problem ist nur, dass ein Satz wie „No, this is wrong“ ohne jede Einleitung in den USA und in Großbritannien als Abfuhr gelesen wird, nicht als effiziente Feststellung. Ein kurzer Rahmen davor reicht, der Ton bleibt scharf.
- Warum verschwinden Artikelfehler nicht, obwohl mein Englisch sonst fließend ist?
- Weil Hebräisch Bestimmtheit grammatisch anders markiert und „the“ und „a“ deshalb nie zu einem automatisierten Reflex werden — man setzt sie bewusst, nicht gefühlt. Genau das bleibt auch nach Jahren im Ausland bestehen, weil niemand es beiläufig korrigiert.
- Auf welches der Muster hier lohnt es sich am meisten zu achten?
- Auf die Präposition bei „depends“ — sie taucht in fast jedem technischen Gespräch auf und ist die am leichtesten erkennbare. Wer sie einmal bewusst hört, korrigiert sie meist innerhalb von Tagen, während die Zeitform bei „since“ länger braucht.
Passend dazu
- So bekommst du dein Transkript aus FathomFathom bewahrt zu jedem aufgezeichneten Call ein vollständiges Transkript auf, mit eingebauter Kopierfunktion.
- Wie du souverän wirkst, ohne kalt zu klingenAbsicherung, Schroffheit, und der schmale Grat dazwischen — besonders wenn du kulturübergreifend arbeitest.
- Redest du in Meetings zu viel?Redeanteil, wie ein gesunder Wert je Meeting-Typ aussieht, und was du dagegen tun kannst.
- Alle MuttersprachenHebräisch, Russisch, Polnisch, Spanisch, Deutsch, Japanisch und mehr.
Sieh nach, welche davon du tatsächlich machst
Füg das Transkript eines echten eigenen Meetings ein. In etwa einer Minute weißt du, welche dieser Muster deine sind und welche nicht.
Mit einem echten Meeting testenKein Konto, und nichts wird gespeichert.