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Die Englisch-Fehler, die Polnisch-Sprechende in Meetings immer wieder machen

Polnisch-Sprechende haben meist eine exzellente Grammatik und stolpern über kleinere Dinge: Artikel, ein oder zwei Präpositionen und ein Register, das eine Stufe formeller ist, als der Kunde erwartet.

Artikel fehlen oder werden doppelt gesetzt

I sent you email with summary.

I sent you an email with a summary.

Polnisch hat keine Artikel, deshalb fallen sie im gesprochenen Englisch weg — selbst bei Leuten, die sie schriftlich korrekt setzen.

„On“ statt „at“

I will be on the conference next week.

I’ll be at the conference next week.

Eine direkte Übertragung des polnischen „na“, das beides abdeckt.

Eine Stufe zu formell

I would like to kindly ask you to review the document.

Could you take a look at the document?

Das polnische Geschäftsregister ist formeller als das englische. Die formelle Variante ist nicht falsch — sie markiert dich nur als Außenstehenden in einem Call, der sonst leger abläuft.

„If I would“ statt „if I did“

If I would know, I would tell you.

If I knew, I’d tell you.

Polnisch setzt die Konditionalform in beide Satzhälften; Englisch nur in eine.

Häufige Fragen

Meine Grammatik ist fast immer korrekt — warum klingt mein Englisch trotzdem übersetzt?
Wegen der Formalität, nicht der Grammatik. Gesprochenes Business-Englisch ist lockerer als erwartet: weniger „I would like to kindly ask“, mehr „Can you“. Niemand korrigiert das als Fehler — es lässt dich nur wie einen offiziellen Brief in einem Gespräch klingen, das alle anderen locker führen.
Wann passen die formellen Wendungen überhaupt?
In der ersten E-Mail an einen Kunden, den du noch nicht getroffen hast, oder in einem offiziellen Schreiben. Sobald ein paar Meetings gelaufen sind, wirkt ein direkterer Ton nicht unhöflich, sondern wie der natürliche nächste Schritt einer laufenden Zusammenarbeit — und der Kunde ist meist längst dort angekommen.
Warum fühlt sich „if I would know“ für mich so richtig an?
Weil die Konditionalform im Polnischen in beiden Satzhälften steht, und die Wiederholung wirkt wie natürliche Symmetrie. Im Englischen ist es umgekehrt: „would“ gehört nur in die Folge, nicht in die Bedingung — eine Regel, die man im Kopf leicht kennt und unter Druck trotzdem verliert.
Fallen mir dieselben Fehler auf wie russischsprachigen Kollegen?
Nicht wirklich. Polnisches Englisch ist grammatisch meist präziser, deshalb verrät dich eher der Gesamteindruck als ein einzelner Fehler — zu formell, eine Präposition hier und da. Russischsprachige kämpfen stärker mit Artikeln und Zeitformen. Beide Gruppen klingen nicht ganz nativ, aber aus völlig verschiedenen Gründen.

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