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Die Englisch-Fehler, die Japanisch-Sprechende in Meetings immer wieder machen

Japanisch und Englisch unterscheiden sich strukturell stärker als die meisten anderen Sprachpaare hier, deshalb sind die Muster eher strukturell als lexikalisch — und die Höflichkeitskonventionen ziehen in entgegengesetzte Richtungen.

Fehlende Artikel und Pluralformen

We need to fix bug before release.

We need to fix the bug before release.

Japanisch markiert keines von beiden, deshalb fallen beide weg.

Abschwächung, die die Antwort verschleiert

It might be a little difficult, perhaps.

We can’t do that by Friday. We could do it by the 12th.

Eine indirekte Ablehnung gilt im Japanischen als höflich und liest sich im Englischen wie ein unklares Vielleicht. Der Zuhörer geht oft davon aus, dass es noch möglich ist.

Fehlendes Subjekt

Is difficult to say.

It’s difficult to say.

Japanisch lässt das Subjekt weg, wenn es ohnehin klar ist. Englisch braucht immer eines.

Präsens für zukünftige Zusagen

I send it tomorrow.

I’ll send it tomorrow.

Ohne die Markierung klingt die Zusage schwächer, als sie gemeint ist.

Häufige Fragen

Warum wird meine vorsichtige Antwort als „noch möglich“ verstanden, wenn ich eigentlich schon abgesagt habe?
Weil eine indirekte Ablehnung im Japanischen als höflich gilt und die Botschaft trotzdem ankommt — bei jemandem, der den Kontext teilt. Im Englischen liest sich „It might be a little difficult, perhaps“ als echtes Vielleicht, nicht als Nein. „We can’t do that by Friday. We could do it by the 12th“ liefert dieselbe Höflichkeit über die Alternative, nicht über die Vagheit.
Ich lasse oft das Subjekt weg, wie in „Is difficult to say“ — warum genau fällt das auf?
Weil Englisch fast immer ein Subjekt braucht, selbst wenn es aus dem Zusammenhang eigentlich klar wäre. Japanisch lässt es weg, wenn es offensichtlich ist. Ohne „it“ klingt der Satz unvollständig statt knapp, und das ist eines der ersten Signale, die auffallen.
„I send it tomorrow“ statt „I’ll send it“ — ist das nicht einfach eine Kleinigkeit?
Klein im Klang, groß in der Wirkung. Ohne die Zukunftsmarkierung klingt eine Zusage wie eine Beobachtung, nicht wie ein Versprechen. Gerade bei Terminen ist das genau der Unterschied, den ein Kunde unbewusst als „wie verbindlich ist das eigentlich“ wahrnimmt.
Sollte ich versuchen, direkter zu antworten, auch wenn sich das für mich unhöflich anfühlt?
Nicht direkter im Ton — klarer im Inhalt. Die Höflichkeit selbst muss nicht verschwinden, nur die Antwort braucht eine konkrete Aussage statt einer offenen Formulierung. „We could do it by the 12th“ ist genauso höflich wie „perhaps“, nur eindeutig.

Passend dazu

Sieh nach, welche davon du tatsächlich machst

Füg das Transkript eines echten eigenen Meetings ein. In etwa einer Minute weißt du, welche dieser Muster deine sind und welche nicht.

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