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Die Englisch-Fehler, die Mandarin-Sprechende in Meetings immer wieder machen

Mandarin hat keine Artikel, keine Verbflexion für Zeitformen und keine Pluralmarkierung an Nomen — genau dort zeigt sich das im Englischen. Die Lücken sind klein, verschleiern nie die Bedeutung, und in einem Kundenmeeting fallen sie extrem auf.

Gar kein Artikel

I will send you report after meeting.

I’ll send you the report after the meeting.

Mandarin hat keine Artikel, also gibt es nichts zu übertragen, und sie fallen schlicht weg. Das häufigste Einzelmuster und das, was sich am leichtesten bewusst korrigieren lässt.

Zeit trägt das Adverb, nicht das Verb

Yesterday I talk to the vendor and they agree.

Yesterday I talked to the vendor and they agreed.

Mandarin markiert Zeit mit Wörtern wie „yesterday“ und lässt das Verb unverändert. Englisch verlangt, dass auch das Verb mit der Zeit übereinstimmt, und das unveränderte Verb liest sich wie ein Fehler, nicht wie eine Abkürzung.

Singular, wo Englisch den Plural braucht

We have three issue in the backlog.

We have three issues in the backlog.

Mandarin-Nomen flektieren nicht nach Zahl — das Zahlwort trägt die Information schon. Englisch markiert sie doppelt, und das fehlende „-s“ fällt sofort auf.

„How to say“ als Füllwort

This is, how to say, a little bit risky for the timeline.

This is somewhat risky for the timeline.

Die direkte Übertragung eines gängigen Zögerungssignals aus dem Mandarin. Im Englischen liest sich das wie Wortsuche und schwächt damit genau den Punkt, bei dem du dir eigentlich sicher bist.

Indirekte Ablehnung, gehört als Zustimmung

This may be a little bit difficult for us.

We can’t do that by Thursday. We could do the week after.

In der chinesischen Geschäftskultur ist dieser Satz ein klares Nein. Kunden in den USA und Großbritannien hören darin oft ein weiches Ja und planen entsprechend — genau so verschiebt sich ein Zeitplan, ohne dass jemand merkt, dass gerade widersprochen wurde.

Häufige Fragen

Warum lasse ich Artikel komplett weg, statt sie nur an die falsche Stelle zu setzen?
Weil Mandarin überhaupt keine Artikel kennt, es also nichts gibt, das sich „falsch“ übertragen könnte — sie fehlen schlicht ganz. Das ist das häufigste Einzelmuster bei Mandarin-Sprechenden, und gleichzeitig das, was sich am leichtesten bewusst nachholen lässt, sobald man darauf achtet.
„Yesterday I talk to the vendor and they agree“ — die Zeit ist doch klar durch „yesterday“, warum reicht das nicht?
Weil Englisch verlangt, dass auch das Verb die Zeit trägt, nicht nur das Adverb. Mandarin markiert Zeit ausschließlich über Wörter wie „yesterday“ und lässt das Verb unverändert. Im Englischen liest sich das unveränderte Verb wie ein Fehler, nicht wie eine sprachlich zulässige Abkürzung.
Ich sage oft „how to say“ mitten im Satz — wirkt das wirklich so unsicher, wie man mir gesagt hat?
Ja, mehr als gemeint. Im Mandarin ist das ein gängiges Zögerungssignal, das niemanden an deiner Kompetenz zweifeln lässt. Im Englischen klingt es wie Wortsuche und schwächt damit ausgerechnet den Punkt, bei dem du eigentlich sicher bist. Der Satz funktioniert meist genauso gut ganz ohne die Füllung.
„This may be a little bit difficult for us“ ist für mich ein klares Nein — warum planen Kunden trotzdem damit weiter?
Weil das in der chinesischen Geschäftskultur tatsächlich ein eindeutiges Nein ist, aber US- und UK-Kunden es als weiches Ja hören und entsprechend weiterplanen. Genau so verschiebt sich ein Zeitplan, ohne dass irgendjemand merkt, dass gerade widersprochen wurde. „We can’t do that by Thursday, we could do the week after“ sagt dasselbe unmissverständlich.

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Sieh nach, welche davon du tatsächlich machst

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