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Die Englisch-Fehler, die Türkisch-Sprechende in Meetings immer wieder machen

Die türkische Wortstellung und das Fehlen von Artikeln erzeugen im Englischen ein sehr konsistentes Set an Mustern, von denen keines die Bedeutung verschleiert.

Fehlende Artikel

I sent email to client yesterday.

I sent an email to the client yesterday.

Türkisch hat keinen bestimmten Artikel im englischen Sinn, deshalb fällt er weg.

Verb am Satzende unter Druck

The report I tomorrow finish will.

I’ll finish the report tomorrow.

Türkisch ist Subjekt-Objekt-Verb. Das Muster kommt zurück, sobald du schnell denkst.

Fallendungen werden zur falschen Präposition

I will look the issue.

I’ll look into the issue.

Türkisch markiert die Beziehung am Nomen, deshalb verlieren englische Partikelverben ihr zweites Wort.

Present Continuous für Gewohnheiten

I am working with this client since 2023.

I’ve been working with this client since 2023.

Eine andauernde Zeitspanne braucht im Englischen das Perfect Continuous.

Häufige Fragen

„The report I tomorrow finish will“ — das wirkt wie zufällige Wortstellung. Wo kommt das her?
Das ist nicht zufällig — das ist die türkische Wortstellung, Subjekt-Objekt-Verb, eins zu eins auf Englisch übertragen. Denkst du schnell, statt den ganzen Satz vorher zu planen, setzt der Kopf das Verb dort, wo es im Türkischen „hingehört“ — ans Ende. Im Englischen gehört das Verb an die zweite Stelle: „I’ll finish the report tomorrow“.
Warum lasse ich Teile von Verben wie „look into“ weg und sage nur „look“?
Weil die Beziehung zwischen Verb und Objekt im Türkischen über eine Endung am Nomen markiert wird, nicht über ein eigenes Wort. Im Englischen sind viele Verben ein Paar aus Verb und Partikel, das sich nicht trennen lässt. Das Weglassen des zweiten Teils verändert oder verwischt die Bedeutung, auch wenn es sich wie eine natürliche Abkürzung anfühlt.
Stören meine fehlenden Artikel das Verständnis wirklich, oder ist das nur eine Stilfrage?
Vor allem Stil, nicht Verständnis. Ein Satz wie „I sent email to client“ wird zu hundert Prozent verstanden. Die einzige Frage ist, ob du wie jemand mit voller Kontrolle über die Details klingst oder wie jemand, der noch im Kopf übersetzt — und genau das beeinflusst, wie ein Kunde deine fachliche Souveränität einschätzt.
Gibt es Unterschiede zu Kollegen, die Arabisch sprechen, wo es ebenfalls keine Artikel im englischen Sinn gibt?
Der zentrale Unterschied läuft in die entgegengesetzte Richtung: Arabisch tendiert dazu, Bestimmtheit hinzuzufügen, wo Englisch keine will, während im Türkischen die Artikel schlicht fehlen. Beide Gruppen verraten sich über Artikel, aber in entgegengesetzten Richtungen.

Passend dazu

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