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Die Englisch-Fehler, die Niederländisch-Sprechende in Meetings immer wieder machen

Niederländisch-Sprechende klingen im Englischen fast wie Muttersprachler, weshalb die verbleibenden Muster klein sind und gerade dadurch auffallen — dazu eine Direktheit, die im Ausland anders ankommt.

Direktheit, die unhöflich wirkt

No, that is a bad idea.

I don’t think that works — here’s my concern.

Niederländische Direktheit ist zu Hause eine Tugend und in einem Call mit einem US-Kunden ein Nachteil. Die Lösung ist ein einleitender Nebensatz, kein Abschwächen.

„Eventually“ statt „possibly“

We can eventually support that.

We could support that if needed.

„Eventueel“ bedeutet „möglicherweise“. Im Englischen hört man ein Versprechen.

„On“ statt „at“

I am on the office today.

I’m at the office today.

Eine direkte Übertragung des niederländischen „op“.

„Learn“ statt „teach“

I will learn you the process.

I’ll teach you the process.

„Leren“ deckt beide Richtungen ab. Englisch nicht.

Häufige Fragen

Ist mein direkter Stil das Problem, oder nur wie er bei einem US-Kunden ankommt?
Nur die Wirkung, nicht der Stil selbst. Direktheit ist zu Hause ein echter Vorteil — sie macht Meetings mit dir effizient. Die Frage ist nur, ob ein Kunde, der nicht mit dieser Kultur aufgewachsen ist, „ich nehme dich nicht ernst“ hört statt „ich respektiere deine Zeit“. Ein kurzer einleitender Satz löst das, ohne deinen Stil zu verändern.
„We can eventually support that“ — was verspreche ich damit eigentlich ungewollt?
Im Niederländischen heißt „eventueel“ „möglicherweise“, also meinst du eine Option. Im Englischen hört die andere Seite eine feste Zusage mit offenem Termin — es wird passieren, nur später. „We could support that if needed“ sagt die Unsicherheit, die du eigentlich ausdrücken wolltest.
Warum sage ich „I will learn you the process“ statt „teach“?
Weil „leren“ im Niederländischen beide Richtungen abdeckt, lernen und lehren. Englisch trennt sie strikt: „learn“ ist, wenn du selbst etwas aufnimmst, „teach“ ist, wenn du es weitergibst. „I’ll teach you the process“ ist die Richtung, die du eigentlich meinst.
Mein Englisch wird oft für muttersprachlich gehalten — lohnt sich die Korrektur dieser kleinen Reste überhaupt noch?
Gerade deshalb lohnt es sich. Bei nahezu perfektem Englisch fällt jede verbliebene Abweichung stärker auf, nicht schwächer — es gibt nichts Größeres, das davon ablenkt. Die wenigen Muster hier sind das letzte Stück zwischen „exzellent“ und „ununterscheidbar von einem Muttersprachler“.

Passend dazu

Sieh nach, welche davon du tatsächlich machst

Füg das Transkript eines echten eigenen Meetings ein. In etwa einer Minute weißt du, welche dieser Muster deine sind und welche nicht.

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