Die Englisch-Fehler, die Französisch-Sprechende in Meetings immer wieder machen
Französisch-Sprechende haben meist eine präzise Grammatik und stolpern über das Register und über eine kleine Gruppe von Wörtern, die es in beiden Sprachen gibt, aber mit unterschiedlicher Wucht.
„Eventually“ statt „possibly“
We can eventually add that next quarter.
We could possibly add that next quarter.
„Éventuellement“ bedeutet „möglicherweise“. Im Englischen hast du damit gerade versprochen, dass es definitiv passiert — nur später.
„Actually“ erneut, und „demand“
I demand a clarification.
Could I ask for a clarification?
„Demander“ heißt schlicht „bitten“. Im Englischen klingt „demand“ fast wie ein Ultimatum.
Eine Stufe zu formell
I would be grateful if you could kindly confirm.
Can you confirm?
Das französische Geschäftsregister ist formeller als das englische. Die formelle Variante ist nicht falsch, sie klingt nur wie ein Brief statt wie ein Anruf.
„Discuss about“
Let’s discuss about the roadmap.
Let’s discuss the roadmap.
Eine direkte Übertragung von „discuter de“. Im Englischen nimmt das Verb hier ein direktes Objekt.
Häufige Fragen
- „I demand a clarification“ klingt für mich wie eine höfliche Bitte auf Französisch — warum wirkt das wie ein Ultimatum?
- Weil „demander“ im Französischen das ganz normale Wort für „bitten“ ist, ohne jede Schärfe. Im Englischen ist „demand“ Situationen mit echter Macht oder echtem Frust vorbehalten. „Could I ask for a clarification?“ bittet um genau dasselbe, ohne den fordernden Ton.
- Helfen mir die formellen Wendungen wie „I would be grateful if...“ nicht, professioneller zu klingen?
- Schriftlich meistens schon. Im Gespräch wirkt es eher distanzierend — ein Kunde, der locker mit dir spricht, hört den Unterschied im Register sofort. „Can you confirm?“ klingt nicht weniger professionell als „I would be grateful if you could kindly confirm“ — es klingt nur, als wärt ihr im selben Gespräch.
- Ist „eventually“ wirklich so riskant? Ich benutze es oft, um flexibel zu klingen.
- Es bewirkt das Gegenteil von Flexibilität. „We can eventually add that“ hört sich für englische Ohren wie eine feste Zusage mit offenem Termin an, nicht wie eine Option. Wenn echte Flexibilität gemeint ist, sagen „possibly“ oder „we could“ genau das, was eigentlich gemeint war.
- Gibt es Unterschiede zwischen den Fehlern von Sprechenden aus Frankreich und denen aus Belgien oder Kanada?
- Die lexikalischen Muster — „eventually“, „demand“ — sind bei allen Französischsprachigen gleich, weil sie aus den französischen Wörtern selbst kommen, nicht aus dem regionalen Dialekt. Unterschiede zwischen den frankophonen Varianten zeigen sich stärker im Akzent und im Alltagswortschatz, weniger in den Mustern, die ein englisches Arbeitsgespräch prägen.
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