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Die Englisch-Fehler, die Griechisch-Sprechende in Meetings immer wieder machen

Griechisch-Sprechende haben meist exzellentes Englisch und eine Handvoll hartnäckiger struktureller Angewohnheiten, vor allem bei Zeitformen und beim Bau von Nebensätzen. Für den Sprecher selbst sind sie unsichtbar, für alle anderen hörbar.

Präsens für eine abgeschlossene Handlung

I speak with the client yesterday about this.

I spoke with the client yesterday about this.

Griechisch nutzt Zeitformen in der berichteten Erzählung anders, und das Präsens rutscht dort hinein, wo Englisch eine Vergangenheit braucht. In einem Status-Update klingt so ein beendetes Gespräch wie ein geplantes.

„I have to make a question“

I want to make you a question about the architecture.

I have a question about the architecture.

Griechisch nutzt ein Verb, das sich zu „make“ übersetzt, wo Englisch „ask“ oder „have“ verwendet. Man versteht es sofort, und es ist unverkennbar nicht-nativ.

„Depends from“ und „interested for“

It depends from the client, and we are interested for the second option.

It depends on the client, and we’re interested in the second option.

Griechische Präpositionen übertragen sich anders ins Englische, als die naheliegende Vermutung nahelegt. Diese beiden tauchen in fast jedem geschäftlichen Gespräch auf.

Artikel vor Namen und abstrakten Begriffen

The Maria will send the feedback about the performance.

Maria will send feedback on performance.

Griechisch setzt den bestimmten Artikel vor Eigennamen und abstrakte Nomen. Ins Englische übertragen klingt das seltsam formell, und vor dem Namen eines Kollegen klingt es wie eine Übersetzung.

Futur im if-Satz

If we will finish the testing, we can deploy on Friday.

If we finish the testing, we can deploy on Friday.

Griechisch erlaubt eine Futurform im Konditionalsatz; Englisch nicht. Eine kleine Grammatikregel, aber eine sehr auffällige.

Häufige Fragen

Warum sage ich „I speak with the client yesterday“ statt „spoke“, obwohl ich die Zeitform kenne?
Weil Griechisch Zeitformen in der berichteten Erzählung anders einsetzt, und das Präsens rutscht dort hinein, wo Englisch eine echte Vergangenheit braucht. In einem Status-Update lässt das ein bereits beendetes Gespräch wie ein noch geplantes klingen — genau das Gegenteil von dem, was gemeint war.
„I want to make you a question“ klingt für mich wie eine höfliche Formulierung — was verrät sie stattdessen?
Sie verrät sofort einen griechischsprachigen Hintergrund. Griechisch nutzt ein Verb, das sich zu „make“ übersetzt, wo Englisch „ask“ oder „have“ braucht. Verstanden wird der Satz trotzdem, „I have a question about the architecture“ klingt nur deutlich natürlicher.
„It depends from the client“ und „interested for the option“ — sind das verwandte Fehler?
Ja, beide kommen daher, dass griechische Präpositionen sich anders ins Englische übertragen, als die naheliegende Übersetzung vermuten lässt. Beide tauchen außerdem in fast jedem geschäftlichen Gespräch auf, weshalb es sich besonders lohnt, sie bewusst zu korrigieren.
Warum setze ich einen Artikel vor Namen, wie in „The Maria will send the feedback“?
Weil Griechisch den bestimmten Artikel vor Eigennamen und abstrakte Begriffe setzt. Ins Englische übertragen wirkt das ungewohnt formell, und vor dem Namen einer Kollegin klingt es sofort wie eine Übersetzung, nicht wie ein natürlicher englischer Satz.

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