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Die Englisch-Fehler, die Arabisch-Sprechende in Meetings immer wieder machen

Arabisch und Englisch sind sich uneinig über Artikel, über den Satzanfang und darüber, wie viel Wärme eine geschäftliche Bitte braucht. Nichts davon verschleiert die Bedeutung. Alles davon fällt auf, und die Artikelmuster sind es, die Kollegen als Erstes bemerken.

Der bestimmte Artikel, wo Englisch keinen will

We need to improve the performance in the production.

We need to improve performance in production.

Arabisch markiert Bestimmtheit deutlich öfter als Englisch, und abstrakte Nomen sowie Stoffbezeichnungen tragen sie standardmäßig. Das zusätzliche „the“ ist im technischen Englisch das erkennbarste Signal für einen arabischsprachigen Hintergrund.

„I am working here since“ statt Present Perfect

I am working with this client since 2023.

I’ve been working with this client since 2023.

Arabisch nutzt ein Präsens für einen Zustand, der in der Vergangenheit begonnen hat und weiterläuft. Englisch verlangt zwingend das Present Perfect, und das Präsens liest sich wie ein kleiner Sachfehler, nicht wie eine stilistische Entscheidung.

„Discuss about“ und „explain me“

Let me explain you the architecture, then we discuss about the timeline.

Let me explain the architecture to you, then we’ll discuss the timeline.

Arabische Verben verbinden sich anders mit ihrem Objekt, deshalb bekommen englische Verben, die keine Präposition brauchen, eine, und Verben, die ein indirektes Objekt brauchen, verlieren es. Beides ist in Meetings sehr häufig.

Ausführliche Höflichkeit, die wie Ausflucht wirkt

If God wills, we will try to deliver by Thursday, and I hope this is suitable for you.

We’ll deliver by Thursday.

Das arabische Geschäftsregister trägt eine Höflichkeit, die das englische woanders unterbringt. Wörtlich übertragen liest sich das wie eine vage Zusage — das Gegenteil von dem, was gemeint war.

Verb vor Subjekt

Arrived the new requirements yesterday from the client.

The new requirements arrived from the client yesterday.

Verb-Subjekt-Reihenfolge ist im geschriebenen Arabisch Standard und überlebt unter Druck den Sprung ins Englische. Man versteht es, aber es wirkt deutlich nicht-nativ.

Häufige Fragen

Warum setze ich „the“ vor Wörter wie „performance“ oder „production“, wo es im Englischen gar nicht hingehört?
Weil Arabisch Bestimmtheit deutlich häufiger markiert als Englisch, und abstrakte Begriffe sowie Stoffbezeichnungen bekommen sie automatisch. Das zusätzliche „the“ ist im technischen Englisch das Signal, das am schnellsten einen arabischsprachigen Hintergrund verrät — häufiger als jedes andere Muster auf dieser Seite.
„I am working with this client since 2023“ — was genau stört einen englischen Muttersprachler daran?
Die Zeitform, nicht die Zeitangabe. Arabisch nutzt für einen andauernden Zustand ein Präsens; Englisch verlangt zwingend das Present Perfect: „I’ve been working with this client since 2023“. Ohne das klingt der Satz wie ein kleiner Sachfehler, nicht wie ein Stilunterschied.
Ist die höfliche, ausführliche Art, eine Zusage zu formulieren, wirklich ein Nachteil?
Nur in der Übersetzung, nicht in der Absicht. Das arabische Geschäftsregister trägt eine Höflichkeit, die Englisch an anderer Stelle unterbringt. Wörtlich übertragen — „if God wills, we will try...“ — liest sich das wie eine vage Zusage, obwohl „We’ll deliver by Thursday“ genauso höflich gemeint war.
Warum kommt bei mir manchmal das Verb vor dem Subjekt, wie in „Arrived the new requirements yesterday“?
Weil Verb-Subjekt-Reihenfolge im geschriebenen Arabisch der Normalfall ist, und unter Zeitdruck übernimmt dieses Muster den englischen Satz. Verstanden wird er trotzdem, aber er wirkt deutlich unnativ — „The new requirements arrived yesterday“ hält die Bedeutung und klingt zugleich vertraut.

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